Hydrogen Release Compound Extended (HRC-X®)

Funktionsprinzip

Funktionsprinzip

HRC-X® ist eine spezielle Formel des patentierten HRC®, das auf Hunderten von Standorten weltweit erfolgreich für die kosteneffiziente in situ Sanierung von Grundwasserschäden eingesetzt wurde.

HRC-X besteht aus Glycerin-Polylaktat und ist ein viskoses Material, das direkt in die kontaminierte Zone injiziert wird. Nach einmaliger Einbringung setzt es Milchsäure über einen Zeitraum von mehr als 3 Jahren frei. Die Milchsäure wird dann mikrobiell umgesetzt, wobei kontinuierlich Wasserstoff auf einem niedrigen Konzentrationsniveau entsteht. Der Wasserstoff wird von den Mikroben genutzt, um chlorierte Schadstoffe über den Mechanismus der reduktiven Dechlorierung abzubauen.

HRC-X kann zum Abbau einer Reihe von Schadstoffen eingesetzt werden, z.B. Entfettungsmittel (PER, TRI, Trichlorethan und deren Abbauprodukte), Chloroform und andere Chlormethane, Perchlorat, Nitrat und bestimmte Pestizide/Herbizide.

DNAPL

Residualphase (Residuale DNAPL)

Residuale Schwerphase (Dense Non-Aqueous Phase Liquid, DNAPL) von chlorierten Lösungsmitteln ist in Untersuchungen schwer zu finden. Residuale DNAPL sorgt für eine langfristige Quelle von Grundwasserkontamination und sorgt für sehr hohe Sanierungskosten, die zumeist bei der Sanierungsplanung nicht eingerechnet wurden. HRC-X ist eine bewährte Lösung für dieses Problem. Wird HRC-X in den Untergrund dort eingebracht, wo sich die residuale DNAPL ungefähr befindet, wird Milchsäure freigesetzt, wonach im gesamten Zielgebiet durch Fermentation der Milchsäure Wasserstoff produziert wird. Der dadurch stimulierte Abbau der Kontamination sorgt dafür, dass die gebundene residuale DNAPL desorbiert, gelöst und abgebaut wird (Abbildungen 14, 15 und 16).

Weil HRC-X einen mikrobiellen Prozess stimuliert, ist eine exakte Bestimmung der Lage der residualen DNAPL für die Sanierungsplanung nicht nötig. Hierdurch werden Kosten in der Untersuchungsphase eingespart. Darüberhinaus sind bei der Anwendung von HRC-X keine Installation einer Sanierungsanlage, keine Stromversorgung und keine langfristigen Betriebs- und Unterhaltskosten nötig. Die Vermeidung dieser Kosten kann die Gesamtkosten für die Sanierung einer residualen DNAPL erheblich reduzieren.

Abbildung 14: HRC-X reduziert die PER Konzentrat ionen in einer aktiven Barriere

Abbildung 15: Pegel auSerhalb der aktiven Barriere zeigt die PERKonzentrationen im unbehandelt en Grundwasserfluss

Abbildung 16: Pegel Jemw-5 auSerhalb der behandelt en Zone

Fahnensicherung

Langfristige und kostengünstige Sicherung der Kontaminationsfahne

Wenn eine langfristige Sicherung der Schadstofffahne nötig ist, kann HRC-X eine der kosteneffizientesten Alternativen sein. In der Vergangenheit standen zur Sicherung einer Schadstofffahne lediglich eine hydraulische Barriere mit Pump & Treat Ansatz, die Errichtung von Spundwänden oder von aktiven Wänden aus nullwertigem Eisen oder Aktivkohle zur Verfügung. Sanierungsexperten können nun auf eine für ihre Kunden weit weniger kostenintensive Alternative zurückgreifen: HRC-X. Wenn HRC-X in einer Linie senkrecht zur Grundwasserfließrichtung eingebracht wird, produziert es über die passive Freisetzung und Fermentierung von Milchsäure den nötigen Wasserstoff für den Abbau der mit dem Grundwasserfluss transportierten Kontamination. Das HRC-X Material kann auf diese Weise nach einfacher Einbringung den Abbau der Kontamination mehr als 3 Jahre lang stimulieren und damit die Fahne sichern. Während dieses Zeitraumes werden die Kosten für Planung, Installation, Betrieb und Unterhalt von Sanierungsanlagen vermieden.